Eine selbstbestimmte Geburt: Unser Geburtserlebnis.

Hallo Welt!

Ich bin Mattis, ein HypnoBirthing-Baby, und ich möchte meine Geschichte mit euch teilen. Meine Reise ins Leben war friedlich und selbstbestimmt, dank der Unterstützung meiner Eltern und der Methode des HypnoBirthing.

Unsere Reise beginnt

Im Juli 2021 erfuhr meine Mama, dass sie mich erwartete. Von Anfang an war klar, dass meine Eltern mein Geburtserlebnis natürlich und ohne medizinische Interventionen gestalten wollten. Mama wollte sich nicht mit den vielen negativen Geburtsmythen zufriedengeben. Sie war überzeugt, dass die Geburt ein natürlicher, gesunder Prozess ist, der stress- und angstfrei verlaufen kann. Diese erste Erfahrung sollte etwas Wunderbares und Positives für uns beide sein.

Der Wunsch nach einer natürlichen Geburt

Die Entscheidung meiner Eltern für eine natürliche Geburt war tief in ihrer Überzeugung verwurzelt, dass der Körper meiner Mama dafür gemacht ist, mich auf die Welt zu bringen. Sie wollten, dass die Geburt so intim und familiär wie möglich verläuft, frei von unnötigen medizinischen Eingriffen. Für Mama war die Geburt nicht nur ein medizinisches Ereignis, sondern ein bedeutender Lebensabschnitt, der unser Band stärken und mir den besten Start ins Leben ermöglichen sollte.

Der Weg zu HypnoBirthing

Nach gründlicher Recherche zum Thema sanfte und friedliche Geburten entschied sich meine Familie für einen HypnoBirthing-Geburtsvorbereitungskurs. Diese Entscheidung war ein wichtiger Meilenstein und setzte etwas Wunderbares in Bewegung. Im Fokus dieser Methode stehen die Kunst des „Loslassens“ und die Erwartung einer ruhigen und entspannten Geburt. Angst und Schmerz, wie sie oft in anderen Geburtsvorbereitungskursen beschrieben werden, finden hier keinen Platz.

Was ist HypnoBirthing?

HypnoBirthing ist eine Methode, die darauf abzielt, Frauen durch Selbsthypnose, Entspannungstechniken und Atemübungen zu einer sanften und friedlichen Geburt zu verhelfen. Es basiert auf der Idee, dass Angst und Anspannung während der Geburt Schmerzen verursachen können und dass eine entspannte und positive Einstellung diesen Kreislauf durchbrechen kann. HypnoBirthing ermutigt Frauen, die Kontrolle über ihre Geburtserfahrung zu übernehmen und Vertrauen in ihren Körper zu haben.

Vorbereitung auf die Geburt

Mama und Papa übten täglich die erlernten Entspannungstechniken. Dies stärkte unsere Bindung und Mamas Vertrauen in ihren Körper. Sie lernte, das angeborene Geburtswissen ihres Körpers zu nutzen, und wir alle waren uns sicher, die Geburt auf natürliche Weise zu meistern.

Die Bedeutung der Entspannung

Ein zentraler Bestandteil von HypnoBirthing ist die Fähigkeit, sich zu entspannen. Durch Techniken wie tiefe Bauchatmung, Visualisierung und positive Affirmationen konnte Mama lernen, ihren Körper in einen Zustand der tiefen Entspannung zu versetzen. Diese Techniken halfen ihr, während der gesamten Schwangerschaft und Geburt ruhig und zentriert zu bleiben.

Die Rolle von Papa

Auch Papa spielte eine entscheidende Rolle bei unserer Geburtsvorbereitung. Er nahm aktiv an den Kursen teil, lernte die Entspannungstechniken und unterstützte Mama bei den täglichen Übungen. Seine Präsenz und Unterstützung waren für Mama eine wichtige Quelle der Stärke und Zuversicht. Gemeinsam bildeten sie ein starkes Team, bereit für die bevorstehende Geburt.

Der große Tag

Mein errechneter Geburtstermin war der 17. März 2022. Für Mama war das jedoch nur eine grobe Richtlinie. Sie wusste, dass ich kommen würde, wenn ich bereit war. Diese Gelassenheit war ein Ergebnis der HypnoBirthing-Philosophie, die besagt, dass der Körper und das Baby am besten wissen, wann der richtige Zeitpunkt ist.

Die ersten Anzeichen

Am 18. März gegen 20 Uhr löste sich das Muttersiegel (Schleimpropf). Mama und Papa verbrachten den Abend in gemütlicher Atmosphäre zu Hause. Gegen 23 Uhr füllte Papa eine Badewanne für Mama und stoppte die Zeit der Wellen und Wellenpausen (HypnoBirthing-Sprache, medizinischer Ausdruck: Wehen und Wehenpausen). Die Wellen wurden intensiver, und es war klar, dass ich auf dem Weg war.

Zuhause bleiben, solange es geht

Meine Eltern wollten so lange wie möglich zu Hause bleiben, um in der vertrauten Umgebung die ersten Phasen der Geburt zu erleben. Die warme Badewanne half Mama, sich zu entspannen und die Wellen zu verarbeiten. Papa war die ganze Zeit an ihrer Seite, massierte ihren Rücken und sprach beruhigende Worte. Diese gemeinsame Zeit zu Hause half ihnen, ruhig und fokussiert zu bleiben.

Der Weg ins Geburtshaus

Um 2 Uhr machten sich meine Eltern auf den Weg ins Geburtshaus. Für die Geburt hatten sie sich für ein Geburtshaus entschieden, um eine familiäre und unterstützende Umgebung zu haben. Das Geburtshaus bot ihnen die Sicherheit, dass im Notfall medizinische Hilfe zur Verfügung stand, aber auch die Freiheit, die Geburt nach ihren Vorstellungen zu gestalten.

Ankunft im Geburtshaus

Im Geburtshaus angekommen (2:30 Uhr), gab uns unsere Hebamme den nötigen Freiraum auf natürliche und selbstbestimmte Weise zu gebären. Die Atmosphäre im Geburtshaus war ruhig und friedlich, genau das, was Mama sich gewünscht hatte. Die Hebamme verstand ihre Wünsche und unterstützte sie dabei, ihre Geburtserfahrung selbst zu gestalten.

Die Geburt

Innerhalb von 1,5 Stunden öffnete sich der Muttermund vollständig, und ich erblickte am 19. März 2022 um 4:13 Uhr das Licht der Welt. Mama und Papa waren überwältigt von der friedlichen und entspannten Atmosphäre.

Eine schmerzfreie Erfahrung

Mama erlebte die Geburt ohne Schmerzmedikationen und nahezu schmerzfrei. Dies war ein Ergebnis der intensiven Vorbereitung und der Entspannungstechniken, die sie gelernt hatte. Die tiefe Bauchatmung und die Visualisierungen halfen ihr, die Wellen als kraftvolle, aber nicht schmerzhafte Empfindungen zu erleben. Ihre positive Einstellung und das Vertrauen in ihren Körper ermöglichten ihr eine sanfte und friedliche Geburt.

Die Geburt der Plazenta

Die Plazenta wurde nach ca. 20 Minuten, ohne Zugabe von synthetischem Oxytocin, problemlos geboren. Papa durchtrennte anschließend die Nabelschnur, nachdem sie vollständig ausgepulst war, sodass ich alle wichtigen Nährstoffe erhielt. Dieser Moment war für meine Eltern sehr bedeutungsvoll und sie genossen es, ihn in Ruhe und Frieden zu erleben.

Ein harmonischer Start ins Leben

Nach einem kleinen Frühstück durften wir bereits nach vier Stunden nach Hause. Dort kuschelten wir uns zu dritt ins Bett – unser sicherer Ort, an dem wir schlafen, träumen, lachen und uns kennenlernen konnten. Unsere Hebamme kam erst am zweiten Tag zur Nachsorge, sodass wir die ersten 36 Stunden ganz für uns hatten. Diese Zeit war für uns unvergesslich und wertvoll.

Die erste Zeit zu Hause

Die ersten Stunden und Tage zu Hause waren magisch. Meine Eltern genossen es, mich in Ruhe kennenzulernen, ohne den Stress und die Hektik eines Krankenhauses. Sie schätzten die Intimität und die Möglichkeit, sich ganz auf mich zu konzentrieren. Diese Zeit des Kennenlernens legte den Grundstein für unsere enge Bindung.

Das Wochenbett und die Rückbildung

Das Wochenbett verlief ohne Komplikationen. Die Geburtsverletzungen heilten schnell, und die Gebärmutter bildete sich innerhalb weniger Tage zurück. Mama verlor durch die sanfte Geburt kaum Blut, und der Wochenfluss war nach drei Wochen vorbei. Unsere Schwangerschaft verlief ebenfalls ohne Beschwerden, und alles fühlte sich richtig und gut an.

Unterstützung durch die Hebamme

Unsere Hebamme besuchte uns regelmäßig, um sicherzustellen, dass es Mama und mir gut ging. Sie gab wertvolle Tipps zur Pflege und zum Stillen und unterstützte uns bei allen Fragen. Ihre ruhige und einfühlsame Art half uns, uns sicher und gut aufgehoben zu fühlen.

Papas Rolle im Wochenbett

Papa war während des Wochenbetts eine große Unterstützung. Er kümmerte sich um den Haushalt, bereitete Mahlzeiten zu und sorgte dafür, dass Mama und ich alles hatten, was wir brauchten. Seine Fürsorge und Unterstützung ermöglichten es Mama, sich voll und ganz auf mich zu konzentrieren und sich von der Geburt zu erholen.

Dankbarkeit und Weitergabe der Erfahrung 

Dank der wundervollen Schwangerschaft und dem natürlichen Geburtserlebnis hatte ich den besten Start ins Leben. Wir sind überglücklich, dass wir uns für HypnoBirthing und das Geburtshaus entschieden haben. Wir möchten allen werdenden Eltern zeigen, dass Schwangerschaft und Geburt auch anders verlaufen können und etwas Wundervolles sind.

Mamas Weg zur HypnoBirthing-Kursleiterin

Mama absolvierte die Ausbildung zur HypnoBirthing-Kursleiterin, um andere Eltern zu unterstützen und ihnen Mut zu machen. Sie möchte Frauen ermutigen, ihrer Intuition zu folgen und das Vertrauen in ihre angeborenen Fähigkeiten zu stärken. Eine sanfte, friedvolle Geburt bringt etwas Ursprüngliches und Kraftvolles im Innersten einer Frau hervor und verändert sie tiefgreifend.

Die Bedeutung der weiblichen Intuition

Mama betont immer wieder, wie wichtig es ist, auf die eigene Intuition zu hören. Sie glaubt fest daran, dass jede Frau die Fähigkeit hat, ihr Kind auf natürliche Weise zur Welt zu bringen, wenn sie die richtigen Werkzeuge und das richtige Umfeld hat. Durch ihre Arbeit als Kursleiterin möchte sie Frauen bestärken und ihnen die notwendigen Techniken vermitteln, damit sie ihre Geburten selbstbestimmt und entspannt erleben können.

Eine neue Perspektive auf Geburt

Mit unserem Bericht möchten wir alle werdenden Eltern erreichen und ihnen zeigen, dass eine natürliche und sanfte Geburt möglich ist. Der Glaube an die Kraft des weiblichen Körpers und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind dabei entscheidend. Mama und Baby sind ein unglaublich starkes Team. Gemeinsam mit eurem Geburtsgefährten könnt ihr die Geburt eures kleinen Wunders selbstbestimmt, in eurem eigenen Tempo und in einer entspannten Atmosphäre erleben.

Vertrauen und Verantwortung

Habt Vertrauen in euch selbst und übernehmt Verantwortung für eine unbeschwerte Schwangerschaft und natürliche Geburt. Diese Fürsorge vor der Geburt beeinflusst den Verlauf der Geburt maßgeblich. Es ist eure Schwangerschaft und euer Geburtserlebnis!

Positive Erfahrungen teilen

Wir sind dankbar für die wundervollen Begegnungen mit Menschen, die uns auf unserem Weg begleitet haben. Vielen Dank für die großartige Unterstützung, die positive Sichtweise und die ermutigenden und warmen Worte. Uns wurde jede anfängliche Angst genommen, sodass wir entspannt und ruhig in die Geburt gehen konnten.

Fazit: Eine friedvolle Geburt ist möglich

Unsere Geschichte zeigt, dass eine selbstbestimmte, sanfte Geburt mit HypnoBirthing möglich ist. Wir hatten wunderbare Begegnungen mit Menschen, die uns auf unserem Weg begleitet haben. Unsere Geburtsreise war ein kraftvoller und magischer Moment voller Liebe und Emotionen. Mama, Papa und ich sind überglücklich, dass wir dank HypnoBirthing und dem Geburtshaus ein so freudvolles und leichtes Geburtserlebnis hatten.

Unser Aufruf an werdende Eltern

Wir möchten alle werdenden Mamas und Papas ermutigen, sich über HypnoBirthing zu informieren und diese Methode in Betracht zu ziehen. Es lohnt sich, Vertrauen in den eigenen Körper zu haben und die natürliche Fähigkeit zur Geburt zu nutzen. Eine sanfte, friedvolle Geburt bringt etwas Ursprüngliches und Kraftvolles im Innersten einer Frau hervor und verändert sie tiefgreifend.

Tipps für eine selbstbestimmte Geburt

  1. Informiert euch umfassend: Sucht nach positiven Geburtsgeschichten, lest Bücher über natürliche Geburten und nehmt an HypnoBirthing-Kursen teil.
  2. Übt Entspannungstechniken: Nehmt euch täglich Zeit, um die erlernten Techniken zu üben und baut sie in euren Alltag ein.
  3. Visualisiert eure Traumgeburt: Stellt euch immer wieder vor, wie eure ideale Geburt ablaufen soll. Diese positiven Bilder helfen, eine entspannte und freudvolle Einstellung zu entwickeln.
  4. Vertraut eurem Körper: Glaubt daran, dass euer Körper genau weiß, was zu tun ist. Euer Körper und euer Baby sind ein starkes Team.
  5. Schafft eine unterstützende Umgebung: Wählt einen Geburtsort, an dem ihr euch sicher und wohlfühlt, und umgebt euch mit Menschen, die eure Wünsche und Bedürfnisse respektieren.

Unsere abschließenden Gedanken

Wir sind dankbar für die wundervolle Erfahrung und möchten unsere Geschichte mit anderen teilen, um Mut zu machen und Hoffnung zu geben. Eine selbstbestimmte, natürliche Geburt ist möglich, und sie kann eine der schönsten und kraftvollsten Erfahrungen im Leben einer Frau sein.

Happy HypnoBirthingDay

Mit viel Liebe, Mattis, Ramona und Daniel